Zeitungsbericht: SC Gaißach - SpFrd Egling/Straßlach

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70-minütige Bolzorgie: Nur der Sieg stimmt Schenk positiv

Foto: Hans Demmel
Autor: Wolfgang Stauner - Tölzer Kurier

Gaißach im Schiri-Glück
Einige böse Sch-Worte musste der Gaißacher Trainer Helmut Schenk nach dem Schlusspfiff bemühen, um die Begegnung adäquat zu beschreiben. „Schmutziger Sieg“ war noch die freundlichste Charakterisierung des schlimmen Kirta-Kicks in Obergries.

Dabei hatte die Partie munter Fahrt aufgenommen. Einem ersten Warnschuss von Tobias Frei folgte sogleich die Gästeführung von Max Baierbeck (5.), der erst Georg Simon auf der Linie anvisierte, und im Nachschuss ins Tor traf. Als fünf Minuten später Rainer Größwang ein ähnlicher Ping-Pong-Treffer zum Ausgleich gelang, freuten sich die Fans auf ein Fußballfest. Pfeifendeckel! Der Schiedsrichter leistete sich einen gravierenden Schnitzer, als er Sebastian Ronge aus deutlicher Abseitsposition zum 2:1 (21.) ziehen ließ. Es folgte eine 70-minütige Fehlpass- und Bolzorgie, die des Prädikats Kreisklasse nicht würdig war. Zumindest in der ersten Hälfte waren noch fußballerische Grundzüge zu erahnen, beispielsweise als Matthias Beutelrock erneut Ronge steil schickte, der aber knapp am Pfosten vorbeischob; oder als sich SF-Kapitän Baierbeck bis in den Fünfer dribbelte, in letzte Sekunde aber an David Langs Fußspitze scheiterte. Nach dem Wechsel Trostlosigkeit hüben wie drüben. Lediglich eine Szene pro Seite verdient Erwähnung: Markus Gämmerlers Freistoß strich am Gaißacher Gehäuse vorbei, und Rainer Größwangs Solo scheiterte am zu spitzen Winkel zum Eglinger Tor. SF-Trainer Ritchie Tervoort brachte es auf den Punkt: „Dieses Spiel hätte keinen Sieger verdient gehabt. Für uns ist es besonders bitter. Innerhalb von drei Tagen haben wir gegen zwei Spitzenteams durch je eine krasse Fehlentscheidung verloren.“