Zeitungsbericht: SC Gaißach - SV Bad Tölz

Zeitungsbericht: SC Gaißach - SV Bad Tölz

Dalgin-Treffer reicht Bad Tölz nicht

Autor: Tölzer Kurier / Rudi Stallein   Foto: Staar
Der SV Bad Tölz wachte zu spät auf und erzielte durch Tahir Dalgin nur noch den Anschlusstreffer.
 

SC Gaißach – SV Bad Tölz 2:1 (0:0) 

Es ist noch nicht so lange her, da spielten der SC Gaißach und der SV Bad Tölz in der Bezirksliga gegeneinander, und das vor einer gewaltigen Zuschauerkulisse. Am Samstagnachmittag war die Besucherzahl mit 230 deutlich überschaubarer als in der Vergangenheit – und ebenso die Leistungen der beiden von Abgängen und Verletzungen gebeutelten Teams. „Das war kein gutes Spiel, ein Sommerkick“, urteilte SCG-Trainer Helmut Schenk. SV-Kapitän Adrian Ackermann sah es ähnlich: „Im Prinzip war es wie schon die ganze Saison. Vorne schießen wir keine Tore und hinten kriegen wir welche rein.“ In der ersten Halbzeit schallte immer wieder der Ruf „aufwachen, aufwachen“ über das Feld. Ein ums andere Mal versuchte SCG-Kapitän Georg Simon, seine Teamkollegen auf diese Weise aufzurütteln. Vergeblich. Die Tölzer hatten vor dem Seitenwechsel die besseren Chancen. Allen voran Maximilian Petersen. Er schoss einen Foulelfmeter jedoch so unplatziert, dass Torhüter David Lang keine andere Wahl blieb, als den Ball zu halten (12.). Wenig später bereitete Petersen einen Angriff mustergültig vor. Gazi Tokmak hätte den Ball nur noch über die Torlinie schieben müssen, doch er hoppelte über seinen Fuß. Nach dem Seitenwechsel ein anderes Bild: Gaißach spielte nun offensiver, attackierte früher. „Da haben uns die Lösungen gefehlt“, gab Ackermann zu. Passend zum Spiel die Entstehung des ersten Tores: Ferdinand Hartl setzte sich auf dem rechten Flügel durch und schoss so fest in die Mitte, dass Gentian Saliuku nicht mehr ausweichen konnte. Von seinem Bein sprang der Ball ins Tornetz (65.). „Ein Grattler-Tor“, kommentierte Schenk. Kein Zufall war das 2:0, sondern das Ergebnis eines energischen Sololaufs von Ernst Größwang (78.). Die Tölzer kamen in der zweiten Halbzeit zu keinem erwähnenswerten Torschuss mehr. Mit einer Ausnahme: Tahir Dalgin zog eine Minute vor Spiel-ende aus 16 Metern ab – und traf unhaltbar. „Es ist kein Unglück, dass wir verlieren“, sagt Ackermann. „Wir sind selbst schuld. Alle Gegner wären schlagbar, aber es mangelt an der nötigen Konzentration. Dass wir in dieser Saison erst einmal zu Null gespielt haben, sagt alles.“